Oft stellt sich die Frage, wie man E-Books weiterverkauft. Die einfache Antwort: Meistens gar nicht. Oder besser gesagt noch nicht, denn die meisten Online-Shops gewähren nur ein persönliches Nutzungsrecht an der Datei, was einen E-Book weiterverkauf ausschließt.

Bei Amazon heißt es z.B.

... diese digitalen Inhalte ausschließlich für die persönliche, nicht-gewerbliche und nicht-unternehmerische Nutzung durch Sie unbegrenzt viele Male anzusehen, zu nutzen und anzuzeigen, und zwar ausschließlich auf dem Kindle, einer Lese-App oder wie dies im Rahmen des Service anderweitig zulässig ist und nur auf so vielen Kindle-Geräten oder Unterstützten Geräten, wie dies im Kindle Store angegeben wurde. Ihre Kindle-Inhalte werden durch den Anbieter von Inhalten lizensiert, nicht aber verkauft.

Interessant ist, dass die Sache mit dem Nutzungsrecht nur deutsche Gerichte so sehen; der Europäische Gerichtshof findet dagegen das Software­hersteller den Gebraucht­verkauf ihrer Produkte nicht einfach ausschließen dürfen. Das gelte unabhängig davon, ob die Software auf einem Datenträger gekauft oder heruntergeladen wurde. Es könnte sich, wenn sich die Sichtweise des Europäischen Gerichtshofes durchsetzt, also in der Sache durchaus noch etwas ändern; so dass dann E-Books weiterverkauft werden dürfen.

Jedoch ist das ein Problem, welches in Deutschland noch nicht sehr akut ist. Hier werden immer noch (meiner Meinung nach zum Glück) wesentlich mehr Bücher als E-Books verkauft. So wächst das E-Book-Segment jedes Jahr, aber laut einer Studie von DMO wird der Anteil an E-Books in Deutschland im Jahre 2020 lediglich 13 Prozent betragen, während es in der USA z.B. jetzt schon an die 30% sind.
Infografik: Deutscher eBook-Markt wächst dreistellig | Statista
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